Amaleh & Yalameh
Die Amaleh bzw. Yalameh-Teppiche sind feiner als der Gabbeh und der Shulibaff, denn sie haben einerseits eine höhere Knotenzahl als der Gabbeh, andererseits ist die Wolle feiner und weicher, so dass diese Teppiche insgesamt eine höhere Qualität besitzen - deshalb wurden sie früher für die Stammesführer produziert. Der Yalameh unterscheidet sich vom Amaleh in seinen Mustern: während der Amaleh modernere Designs trägt, wird der Yalameh in traditionellen Mustern geknüpft. Beide werden vom Stamm der Amaleh bzw. vom Stamm der Quashgai produziert .
Bulurbaft
«Bulur» ist eine Qualitätsbezeichnung und heißt übersetzt «brillant». Der Bulurbaft ist die höchste am Markt erhältliche Qualität an Nomadenteppichen - noch feiner als der Luribaff und der Kashkuli, da beim Bulurbaft nur die feinste und dünnste Wolle verwendet wird. Der Bulurbaft wird vom Stamm der Bachtiari hergestellt, ihn zu knüpfen dauert 8-12 Monate bei einem 6 m² Teppich.
Gabbeh
Der Gabbeh zeichnet sich durch seinen hohen Flor und seine abstrakten Muster aus. Weil der Teppich so dick ist, wurde er früher als Schlafunterlage verwendet. Die Designs stammen aus der Imagination der Nomaden, die ihre Erlebnisse während ihrer Wanderungen als Muster knüpfen. Die Teppiche werden von den Luri- und Quashgai Stämmen im Südwesten des Irans geknüpft.
Kashkuli
Der Stamm der Quashgai bzw. Kashkuli aus der südöstlichen Fars-Gegend hat schon immer
Teppiche mit sehr dichten Knoten geknüpft. Die Muster werden den Frauen in rudimentären Entwürfen vorgelegt. Dies lässt den Knüpferinnen die Freiheit, zusätzlich
eigene Ideen in ihre Werke einzubringen. Der Kashkuli-Teppich besticht durch sein
modernes Design.
Luribaff
Das Grunmaterial des Luribaff ist dasselbe wie beim Kashkuli-Teppich. Im Gegensatz zum Kashkuli werden beim Luribaff jedoch vor allem traditionelle Muster verwendet. Als Vorlage dienen alte Teppiche aus Abbildungen.
Ausser den Quashgai-Knüpferinnen fertigen auch die Frauen der Luren diese sehr feine Teppichart an.
Shekarlu
Der Shekarlu ist ähnlich dem Kashkuli ein Teppich von höchster Qualität und hoher Knotenzahl in modernen Mustern, er fühlt sich aber weicher und flexibler an, da er statt zwei Kettfäden nur einen besitzt. Er wird vorwiegend von dem Stamm der Quashgai produziert.
Shulibaff
Der Shulibaff ist eine Weiterentwicklung des Gabbehs und ist dünner - bedingt durch eine höhere Anzahl an Knoten/qm. Diese Teppiche stammen von den Quashgai und den Luren.
Uka
Uka Teppiche werden vor allem mit grossen Knoten geknüpf und wirken dadurch rustikal.
Die Muster sind grossblumig und meist in Pastellfarben gehalten. Es sind Niederflor-Teppiche mit grosser Bordüre.
Zigorat
Der Zigorat ist ein hochfloriger Teppich aus der südpersischen Golfregion. Seine Merkmale sind die Naturfarben (meist schwarz-weiss) und sein gewobener Kelim Abschluss.
Afshar
Der Afshar ist ein gewebter Teppich im Soumakh Stil, der früher als Türbehang, Tischdecke, Decke oder Gebetsteppich verwendet wurde. Typisch für den Afshar ist sein Streifenmuster.
Baneh
Diese Art Kelim kommt aus Kurdestan. Wir nennen sie `Baneh-Kelim` in Anlehnung an die kurdische Stadt Bahne.
Sie werden aus verschiedenen gewobenen Bändern hergestellt.
Maryam
Dieser besondere Kelim ist von edler Qualität und wird aus Seide und Wolle gewoben. Dadurch erhält er eine aussergewöhnliche, dreidimensionale Optik.
Mosaik
Der Mosaik Kelim ist in der Herstellung gleich dem Zagros Kelim. Jedoch wird er aus farbigen Djajims zusammengesetzt.
Nach ihrer Fertigstellung werden die Teppiche auf Kunstleder aufgenäht oder aufgeklebt.
Puzzle
Der Puzzle Kelim ist in der Grundherstellung gleich wie der Zagros Kelim und stammt aus dem Südwesten Irans. Er wird aus geschnittenen Zagros Teilen zusammengesetzt.
Sofreh
Sofreh ist das persische Wort für Tischdecke bzw. Essensdecke. Die Teppiche wurden auf den Boden gelegt um darauf zu speisen. Der Sofreh ist ein gewebter Teppich mit Untergrundflor, ähnlich dem Soumakh, jedoch ist er meist quadratisch und oftmals reich bestickt.
Soumakh
Der Soumakh ist ein gewebter Teppich, ähnlich dem Kelim, mit dem Unterschied, dass hier die Schussfäden auf der Rückseite nicht festgeknotet werden. Vorder- und Rückseite sind also nicht identisch. Dadurch entsteht ein Untergrundflor, der dem Teppich besondere Isolationsfähigkeiten gibt. Deshalb wurde der Soumakh gerne als Material zur Erstellung von Wiegen oder zur Isolation gegen den Wüstenboden verwendet.
Zagros
Die qualitativ hochstehende Wolle für diese Teppichart stammt von den Schafen der Quashgai Nomaden. Die Quashgai verbringen den Sommer mit ihren Herden in den Höhen des Zagrosgebirges.
Diese neue Art Kelim vermischt die Tradition mit moderner kreativer Gestaltung.
Die Farben der Teppiche erinnern an die Landschaft ihrer Herkunft.
Beloutsch Soumakh (Nimbaff)
Der Beloutch Soumakh ist eine Mischung aus geknüpftem und gewebtem Teppich, was dieser Qualität eine dreidimensionale, reliefartige Struktur verleiht. Diese Teppiche wurden einst als Dekoration in den Zelten und als Hausdecken verwendet. Sie stammen aus dem Süd-Osten des Irans. Die Muster sind traditionell, werden aber in letzter Zeit neu aufgegriffen und leicht abgewandelt. Zollanvari hat sie für den europäischen Markt entdeckt.
Gholbaft
Gholbaft Teppiche kommen aus unserer Werkstätte in Südpersien. Das typische Muster, das sogenannte Gol Motiv ist weit verbreitet in der persischen Knüpfkunst. Die Mischtechnik in der Herstellung, die Teppiche werden sowohl gewoben als auch geknüpft, gibt ihnen eine relievartige Struktur.
Joy
Der Joy Kelim ist eine Mischung aus geknüpftem und gewebtem Teppich, was diesem Teppich eine dreidimensionale Struktur verleiht. Die Farben sind modern und die Teppiche sind entweder einfarbig oder mehrfarbig gestreift.
Weitere Produkte
Wir führen auch Produkte, die im täglichen Gebrauch der Nomaden wieder zu finden sind, wie Sitzkissen, Bezüge für Transportkörbe, Wanddekoration oder kleine Kissenbezüge.
Kategorien
Handgeknüpfte Teppiche
Handgewebte Teppiche (Kelim)
Wir garantieren, dass
alle unsere Teppiche aus Wolle hergestellt werden, die nach traditioneller Art von Hand gekardet und gesponnen wird
die Wolle nach altem Rezept zentral eingefärbt wird, damit wir eine gleich bleibend hohe Farbqualität gewährleisten können
wir ausschließlich mit umweltfreundlichen Pflanzenfarben färben. Die Ausgangspflanzen sammeln die Nomaden in ihrer Umgebung.
unsere Teppiche von den Frauen der Nomadenstämme geknüpft werden, welche Kinderarbeit traditionell immer abgelehnt haben.
jeder Teppich ein Unikat ist, da jede Knüpferin ihren eigenen Stil entwickelt hat und dieser sogar von Teppich zu Teppich differiert.
Pflege:
Unsere Teppiche bestehen aus 100% Schurwolle. Daher sollten sie weder chemisch noch mit aggressiven Mitteln behandelt werden - auch nicht
mit Salz. Flecken sollten mit Seifenwasser oder Essig vorsichtig entfernt
werden und der Teppich danach abgetupft werden.
